AM-Kleinsender für 10m

Für kleine Selbstbau-Funkgeräte eignet sich dieser Kleinsender für das 10m-Band. Prinzipiell ist auch der Einsatz in CB-Funkgeräten oder als Telemetrie- bzw. Fernsteuersender denkbar, was jedoch nicht ohne weiteres zulässig ist. Im Amateurfunk wäre auch der Einsatz als Telegrafie- bzw. Bakensender möglich.

Der Sender ist quarzgesteuert. Es eignen sich Obertonquarze, deren dritter Oberton auf der gewünschten Sendefrequenz liegt. Der Oszillator arbeitet mit einem PNP-Transistor. Dies minimiert den Aufwand für die Anpassung an die sich direkt anschließende PA-Stufe, die mit einem NPN-Transistor aufgebaut ist. Im Senderausgang befindet sich ein zweigliedriges Pi-Tiefpassfilter, wodurch die Abstrahlung von Oberwellen deutlich reduziert wird. Der Trägerwert der erzielbaren HF-Ausgangsleistung dieses kleinen Senders liegt in der Größenordnung von etwa einem halben Watt.

Kleinsender für 29 MHz

Die Modulation erfolgt durch Einkopplung des NF-Signals an den Emitter des PA-Transistors. Diese oft als Emittermodulation bezeichnete Variante bewirkt bei der im C-Betrieb arbeitenden HF-Endstufe eine Stromflusswinkel-Steuerung. Dadurch lässt sich bei geringem Aufwand eine recht brauchbare und gut verständliche Amplitudenmodulation erzielen. Als Modulations-Verstärker dient eine Schaltung, die eigentlich zum Betrieb eines Kleinlautsprechers vorgesehen ist. Die benötigte NF-Leistung ist bei dieser Art der Modulkation deutlich kleiner, wie die HF-Leistung des Senders. Ist die Leistung des Verstärkers zu groß, sollte zur Vermeidung von Übermodulation in die Modulationsleitung ein Widerstand eingefügt werden. Der Ausgang des verwendeten Modulationsverstärkers wird hinter dem Ausgangs-Elko ansonsten direkt mit dem Modulationseingang des Senders verbunden. Mit einer ensprechenden Umschalt-Vorrichtung, die zum Beispiel mittels eines mehrpoligen Umschalters oder eines Relais erfolgen kann, lässt sich der Modulations-Verstärker in einem Funkgerät beim Empfangsbetrieb zur Ansteuerung des Lautsprecher mitverwenden. 

Mit dem Messinstrument lassen sich Emitterstrom und Modulation in einfacher Weise überwachen. In einem Funkgerät kann das selbe Instrument beim Empfangsbetrieb als S-Meter herangezogen werden.

amplitudenmodulierter 10m-Kleinsender
Wie die Abbildung zeigt, läßt sich ein solcher Sender mühelos und ohne Spezialbauteile auf kleinem Raum aufbauen. Die Platinenabmessungen betragen nur 55 x 45 mm. Eine Abschirmwand zwischen Oszillator- und Endstufe dient zugleich als Kühlkörper für die HF-Endstufe. Sie besteht aus Kupferblech. Der Transistor ist mittels einer Kunststoff-Schraube und mit einem Glimmer-Plättchen isoliert darauf montiert.

Die Spulen sind als Luftspulen mit 8 mm Durchmesser ausgeführt. Sie wurden durch Wickeln über den Schaft eines entsprechenden Spiralbohrers angefertigt. Die Oszillatorspule hat 12 Windungen, die PA-Spule 16 Windungen, die PA-seitige Spule vom Ausgangsfilter 10 Windungen und die antennenseitige 8 Windungen. Die Anzapfung der Oszillatorspule liegt bei 3 Windungen vom masseseitigen Ende aus gerechnet. Um gegenseitige Beeinflussungen zu vermeiden, sind die Spulen jeweils in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet. 

Ähnliche Sender, jedoch ohne die NPN-PNP-Transistorkombination und noch mit Spulen mit Abgleichkern, kamen in meinen Selbstbau-Handsprechfunkgeräten zum Einsatz, die unter "Sende-Empfangsgeräte" vorgestellt sind.