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Einröhren-Kurzwellenempfänger

Jedem, der sich mit dem Aufbau von Empfängern beschäftigen möchte, empfehle ich auch heute noch, erste Versuche mit einem Rückkopplungs-Empfänger anzustellen. Dies ist sehr lehrreich und man entwickelt ein Gefühl für das Verhalten von Schwingkreisen und die mechanischen Erfordernisse der Abstimmvorrichtungen. Erste Versuche mit einfachen Rückkopplungs-Empfängern, die ich mit Transistoren aufgebaut hatte, verhalfen mir zunächst nicht zum erhofften Erfolg. Erschwerend war dabei, dass der Sendemast des Hamburger Mittelwellen-Senders nicht sehr weit von uns entfernt war. Jener bis vor wenigen Jahren noch auf 972 kHz arbeitende Sender war mit jeder Schaltung praktisch über den gesamten Wellenbereich zu hören. Es gelang daher kaum, andere Sender aufzunehmen. Daran änderte auch ein in die Antennenleitung eingefügter Sperrkreis zunächst einmal kaum etwas.

Meinen ersten wirklich gut funktionierende Rückkopplungs-Empfänger baute ich dann mit einer Röhre des Typs ECC81 auf. Mit einer solchen Doppeltriode entstand bei mir dann ein sehr brauchbarer Einkreisempfänger für den Kurzwellenempfang. Bei der Röhrentechnik machte sich die im Vergleich zu Transistorschaltungen deutlich kleinere Bedämpfung des Schwingkreises durch den hochohmigen Röhreneingang vorteilhaft bemerkbar. Mit einem auf den Mittelwellen-Ortssender abgestimmten Sperrkreis in der Antennen-Zuleitung konnte ich nun brauchbare Empfangs-Ergebnisse erzielen, ohne dass der kräftige Ortssender überall durchschlug. Das eine Trioden-System der ECC81 arbeitete als Audion, das andere als NF-Verstärker. Die Rückkopplungs-Einstellung erfolgte bei diesem Gerät noch über einen Drehko. Auf 80m und auf 40m arbeitete das Gerät recht brauchbar, nachteilig war vor allem beim Empfang von SSB- und CW-Stationen jedoch, dass sich mit der Einstellung der Rückkopplung die Empfangsfrequenz nicht unerheblich änderte. Oberhalb von etwa 10 MHz war das Gerät daher eigentlich nur für den AM-Empfang zu gebrauchen. Immerhin waren je nach Ausbreitungs-Bedingungen starke Rundfunkstationen im gesamten KW-Spektrum so laut aufnehmbar, dass der einstufige NF-Teil von der Verstärkung her für Lautsprecher-Empfang ausreichte. Für den Amateurfunk-Empfang musste hingegen ein Kopfhörer verwendet werden.


Mit solch einer Röhrenschaltung bewahrheiteten sich damit für mich erstmals mit einem komplett selbst gebauten Gerät die Worte von Heinz Richter, die er in seinem Neues Bastelbuch für Radio und Elektronik im Zusammenhang mit dem dort vorgestellten KW-Einkreisempfänger Trabant KM schrieb: „Wer sich mit dem Empfang von Kurzwellen beschäftigt, wird wahrscheinlich gern auf die Nachtruhe verzichten und bis in die frühen Morgenstunden hinein begeistert an der Abstimmung seines Kurzwellen-Empfängers drehen. Der Empfang von Kurzwellen ist äußerst spannend, zahlreiche Stationen von allen Teilen der Erde sind zu hören. Es kann geschehen, dass sich der Sprecher irgendeines Senders mit dem Gute-Nacht-Gruß von den Hörern verabschiedet, während zum gleichen Zeitpunkt von einer anderen, weit entfernten Station ein Morgengruß ankommt.

Auf den mit dieser Schaltung beruhenden Erfahrungen entstand bei mir im Weiteren ein Geradeausempfänger, der bei kaum größerem Aufwand einige Finessen zeigt.  Auch dieses Gerät war wieder lediglich mit einer Doppeltriode vom Typ ECC81 bestückt.  Bei dieser Schaltung fungiert das rechte Röhrensystem der Duotriode ECC81 in einer sogenannten Reflexschaltung als NF-Verstärker in Kathodenbasisschaltung und als aperiodischer HF-Vorverstärker in Gitterbasisschaltung. Zwar ist dadurch kaum ein Gewinn an Empfindlichkeit zu erzielen, doch wird auf diese Weise der Schwingkreis gut von der Antenne entkoppelt. Die Frequenzstabilität verbessert sich spürbar, da die Antenne den Schwingkreis nicht mehr verstimmt. Außerdem ergibt sich ein kleiner Verstärkungsgewinn, schwache Stationen werden etwas lauter empfangen.

Das mit dem linken System aufgebaute Triodenaudion arbeitet stabil und ohne nennenswerte Schwinglöcher. Es zeichnet sich außerdem durch einen weichen Rückkopplungs-Einsatz aus. Durch Rückkopplungs-Regulierung mittels Veränderung der Anodenspannung ergeben sich in Abhängigkeit von der Einstellung nur noch kleine Frequenzverwerfungen. Ein sogenannter Auto-Transformator zwischen den Stufen sorgt für optimale Anpassung und damit nochmals für einen Verstärkungsgewinn und somit für gute und zum Lautsprecherempfang genügende Verstärkungsreserve. Auf den damals noch im Vergleich zu heute erheblich belegteren KW-Bändern ließen sich mit dieser Schaltung etwa Mitte der 1970er Jahre diverse KW-Rundfunksender, Amateurfunkstationen, Seefunk, Flugfunk, millitärische Stationen, Geheimdienste und zahlreiche weitere Funkdienste empfangen. Auch heute eignet sich ein solches Gerät noch immer gut zum Empang von analogen Radiosendern und für den Amateurfunkempfang.

Für den KW-Radioempfang, also die Aufnahme von AM-Stationen, ist die Rückkoplung so einzustellen, dass die Audionstufe gerade eben noch nicht zu schwingen beginnt. Wird das Poti über diesen Punkt hinausgedreht, lassen sich Sendungen in Morsetelegrafie und in Einseitenband-Modulation (SSB) klar und deutlich aufnehmen, so dass mit dieser Einstellung Amateurfunksendungen empfangen werden können. Das wichtigste dafür ist eine hinreichend feinfühlige Einstellmöglichkeit, weshalb der Drehkondensator unbedingt mit einem Feintrieb versehen sein muss. Gegebenenfalls kann anstatt dessen ein Drehko mit kleinerer Kapazität (z.B. 12 pF) zur Feinabstimmung parallel zum Abstimmkondensator geschaltet werden. 

Ich möchte darauf hinweisen, dass der Aufbau dieses Empfängers nicht unkritisch ist! Die Reflexschaltung muss sehr sorgfältig aufgebaut werden. Auf kurze Leitungsführung ist unbedingt zu achten! Dies gilt insbesondere für alle Abblock-Kondensatoren! Mir ging es beim Aufbau dieses Gerätes darum, aus einer einzigen Röhre das Maximum an Empfangsleistung herauszuholen. Als Einsteiger-Objekt ist die Schaltung auf keinen Fall geeignet. Ohne hinreichende Erfahrung empfehle ich, um Misserfolge zu vermeiden, zunächst die erste Schaltung aufzubauen.

Ein passender Audio-Übertrager ist heute kaum beschaffbar. Ich gewann ihn durch Umwickeln eines kleinen Ausgangsübertragers (ca. 5000 Wdg, Anzapfung bei 1000 Wdg.). Ein geeigneter Ersatz könnte sicherlich auch aus einer Zusammenschaltung zweier unterschiedlicher Übertrager  geschaffen werden.

 

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