Amateurfunk-Selbstbau
Anregungen, Bauvorschläge, Schaltpläne
Die Geschichte des Amateurfunks begann bereits in der Zeit vor 1920. Man verwendete Selbstbau-Geräte, denn käufliche Geräte gab es seinerzeit nicht. Den Amateuren wurden die Kurzwellen für ihre Versuche überlassen, da man jenen keine kommerzielle Bedeutung beimaß. Mit einfachen Sendern und Empfängern für Morse-Telegrafie gelangen so immer weitere Funkverbindungen, die recht bald sogar bis über den Atlantik reichten.
Bereits im Laufe der 1950er-Jahre ging der Trend immer mehr zu käuflichen Empfängern und die Bedeutung des Sprechfunks wurde immer größer. Folglich wurde viel mit verschiedenen Modulationsarten experimentiert. Etwa ab Ende der 1960er Jahre war auch die Mehrzahl der Amateurstationen senderseitig mit käuflichen Geräten ausgerüstet, die immer häufiger auch für Einseitenband-Modulation geeignet waren. Die Einführung der Lizenzklasse C, die den Funkbetrieb ausschließlich oberhalb von 144 MHz gestattete, führte ab 1967 bis in die 1970er Jahre hinein erneut zu vermehrten Selbstbauaktivitäten, bis es auch dafür bald viele Geräte zu kaufen gab.

Mein persönliches Hauptinteresse beim Amateurfunk galt und gilt dennoch weiterhin dem Funkbetrieb mit Geräten, die nicht nur selbst gebaut, sondern nach Möglichkeit sogar weitgehend selbst erdacht sind. Dafür muss überhaupt nicht viel Geld in die Hand genommen werden. Mit sorgfältiger Überlegung lassen sich erstaunlich einfache Funkgeräte nicht nur für den Telegrafie-Betrieb, sondern auch für Amplituden-, Frequenz- oder Einseitenband-Modulation konstruieren! Ich möchte hier keine kochrezeptartigen Bauanleitungen liefern, sondern vor allem Anregungen geben und zu eigenen Versuchen mit klassischen Schaltungen ermuntern!
73 de DL4CS, Claus Schmidt
Selbstbau-Empfänger für den Amateurfunk-Einstieg
Wer sich für den Amateurfunk interessierte, begann früher zunächst damit, den Funkverbindungen auf den Amateurbändern zuzuhören. Aus verschiedenen Gründen war das aber gar nicht so einfach. Bei den allermeisten Rundfunkempfängern begann der Kurzwellenbereich bei etwa 5 MHz. Damit konnte das seinerzeit bei vielen Amateuren sehr beliebte 80m-Band also überhaupt nicht empfangen werden... weiterlesen
Die Konstruktion einfacher Kurzwellen-Amateurfunkstationen
Nach Absolvierung der Prüfung für die Sendelizenz begann man den Funkbetrieb früher meistens mit einem einfachen Selbstbau-Sender. Dieser wurde einem vorhandenen Empfänger hinzugefügt, den man zuvor lediglich zum Zuhören auf den Amateurbändern verwendet hatte. Die so zusammengestellte Station war zunächst meistens nur für den Telegrafie-Betrieb geeignet... weiterlesen
Beschreibungen und Schaltpläne für Amateurfunk-Geräte
- Einfacher amplitudenmodulierter AM-Röhrensender für 27 bzw. 28 MHz
- Frequenzmodulierter VHF-Sender in Röhrentechnik (2m-Band)
- Amplituden- und frequenzmodulierte 2m-Transistorsender mit Steuerung durch 48 MHz-Quarz
- Kleine AM-Transistorsender für Amateur- bzw. CB-Funk oder zur Funk-Fernsteuerung
- Unter Verwendung der Phasenmethode arbeitende SSB-Sender mit Röhren und Transistoren
- UKW-Transceiver Semco Terzo für AM, FM, SSB und CW (2m-Band)
- Umbau eines CB-Funk-Oldtimers für FM-Betrieb im 10m-Band
- Eine simple Frequenzaufbereitung für 10m-Selbstbau-Funkgerät bzw. CB-Geräte-Umbau
- Selbstbau-Handfunkgeräte mit Pendelempfänger und Rauschsperre
- Einfacher UHF-Transceiver (70cm) mit nur zwei Röhren
- Minimalistisches CB-Zusatzgerät, um ein Mittelwellenradio als Funkgerät verwenden zu können
Schaltungen und Bauanleitungen für Antennen und Funkgeräte-Zubehör:
- Verwendung einer CB-Funk-Mobilantenne für den stationären Betrieb im 10m-Band
- Gleichzeitiger 10m-Funkbetrieb und Radioempfang über eine Antenne mittels Antennenweiche
- Ein selbst hergestelltes SWR- und PWR-Meter und Hinweise zur Anwendung
- Anordnungen, die sich zur Vergrößerung der Modulations-Lautstärke eignen
- Ein frequenzstabiler Tonruf-Generator zum Auftasten von Relais-Stationen
- Ein individueller Zweiton-Roger-Beep für die Amateur- oder CB-Funkstation
- Frequenzvariabler Betrieb durch Transistor-VFOs mit hoher Kontanz
- Sender-Nachstimmschaltung für frei schwingenden VHF-Sender
Amateurfunk-Bänder von 160m bis 70cm
160m-Band: 1810 - 2000 kHz (MW)80m-Band: 3500 - 3800 kHz (KW)
60m-Band: 5351,5 - 5366,5 kHz (KW)
40m-Band: 7000 - 7100 kHz (KW)
40m-Band: 7100 - 7200 kHz (KW)
30m-Band: 10100 - 10150 kHz (KW)
20m-Band: 14000 - 14350 kHz (KW)
17m-Band: 18068 - 18168 kHz (KW)
15m-Band: 21000 - 21450 kHz (KW)
12m-Band: 24890 - 24990 kHz (KW)
10m-Band: 28000 - 29700 kHz (KW)
6m-Band: 50080 - 52000 kHz (VHF)
4m-Band: 70150   - 70210 kHz (VHF)
2m-Band: 144 - 146 MHz (VHF)
70cm-Band: 430 - 440 MHz (UHF)
Fett hervorgehoben sind Bereiche, die in Deutschland
bereits vor 1979 für den Amateurfunk freigegeben waren.
Sonstige Themen rund um die Funktechnik und den Amateurfunk
- Audio-Verstärker für Funkempfänger und Sprechfunkgeräte
- Funktionsweise von Allwellen-Empfängern, die mit einer sogenannten Wadley Loop arbeiten
- So funktioniert die Frequenz-Aufbereitung mit einem PLL-Synthesizer
- Trägersteuernde HAPUG-Modulation als Weiterentwicklung der AM zur Reichweiten-Steigerung
- Berechnung der UKW-Reichweiten anhand der technischen Daten von Sende- und Empfangsanlage
- Glossar: Verwendete Fachbegriffe und Abkürzungen
- Der UKW-Senderbaustein Josty-Kit HF-65 plus Sanaphantastron Internet-Radio