Minimal-FET-Audion für KW

Basierend auf meinen Erfahrungen mit dem Nachbau des RIM Trabant KM unternahm ich verschiedenen Versuche, die dabei aufgetretenen Probleme mit Schaltungen zu lösen, welche ebenfalls mit bipolaren Transistoren arbeiteten. Jene wurden jedoch deutlich aufwendiger und schlechter reproduzierbar, ohne dass es wirklich viel bewirkte. Also probierte ich es mit Feldeffekt-Transistoren und war vom Erfolg sehr überascht. Die damit erzielten Ergebnisse kamen denen von Röhrenschaltungen sehr nahe.

Da ich es immer wieder interessant finde, für Schaltungstypen die jeweils einfachste brauchbare Variante ausfindig zu machen, kam ich für ein FET-Audion mit NF-Nachverstärkung auf die mit diesem Schaltplan vorgestellte Lösung. Die Schaltung mit dem FET bot deutlich größere Verstärkung und Aussteuerbarkeit bei zugleich besserer Trennschärfe. Synchronisations-Effekte traten erst bei sehr kräftigen Signalstärken auf. Folglich konnte schon mit dem einstufigen Transistorverstärker ein genügend lauter Kopfhörerempfang von Amateurfunk-Stationen erzielt werden.

Ein solches Gerät baute ich, als Monoband-Empfänger für das 80m-Band ausgelegt, in ein Kunststoffgehäuse ein. Um Lautsprecher-Empfang zu ermöglichen, ersetzte ich den einstufigen Niederfrequenz-Verstärker später durch eine Schaltung mit dem LM386. Das Gerät bot trotz der überaus einfachen Schaltung einen sehr brauchbaren Empfang von Amateurfunk-Sendungen in den Betriebsarben SSB und CW. Die Rückkopplung setzte weich ein, so dass stets ohne Mühe die beste Einstellung gefunden werden konnte.